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Als Hui Buh noch ein Ritter war

Hui Buh war nicht immer ein Gespenst!

Im Mittelalter stand er als Ritter Balduin in den Diensten von Julius dem 85sten.
Doch dann mogelte er beim Karten spielen so sehr, dass er verflucht wurde. Das war im Jahr 1399. Seither spukt er auch Schloss Burgeck. Tommy und Sophie wollen von Hui Buh wissen: Wie war die Ritterzeit?

Was war eine Burg und was ein Schloss? 
Zur Zeit der Ritter, also im Mittelalter, sprach man eigentlich nur von Burgen. Sie hatten einen Wall und einen Burggraben und die dicken Burgmauern dienten zum Schutz der Menschen, die in der Burg lebten. Ab ungefähr dem Jahr 1600, also dem Ende des Mittelalters, wurden auch Wohnschlösser gebaut, in denen reiche Menschen lebten. Diese Schlösser waren oft sehr prunkvoll und sollten mehr ein schönes Zuhause auch zum Angeben sein und keine groben Festungen mehr.

Die Ritterrüstung

Anfangs trugen Ritter Kettenhemden und später auch Rüstungen mit Eisenplatten. Diese boten besseren Schutz, waren aber auch sehr schwer. Eine volle Rüstung wog locker 150 Kilo! Es konnte Stunden dauern, bis ein Ritter völlig eingerüstet war. Ohne Knappe lam der Ritter nicht in die Rüstung und ohne Leiter nicht aufs Pferd. Wenn er stürtzte brauchte er Hilfe, um aufzustehen.

War eine Burg gemütlich?

Nein! In einer Burg war es kalt, dunkel und ungemütlich. Nicht nur im Winter. Glasfenster gab es noch nicht. Offene Fensterbögen ließen zwar Licht, aber auch Kälte und Nässe rein. Sie blieben also vor allem im Herbst und Winter geschlossen. Doch der Wind pfiff durch die Ritzen der Fensterläden aus Holz. In der Eingangshalle qualmte ein Feuer, aber das reichte bei weitem nicht aus, um die ganze Burg zu heizen. Es gab nur einen einzigen beheizbaren Raum mit Kamin, die Kemenate, zu der aber nicht alle Burgbewohner Zugang hatten.

Wie wurde man Ritter?

Nur ein Ritterssohn konnte Ritter werden. Im Alter von nur sieben Jahren begann seine Ausbildung. Als Page eines Ritters erledigte er Hilfsarbeiten. Mit 14 wurde er Knappe und kümmerte sich um Waffen und Rüstung seines Ritters und lernte auch, wie man mit diesen Waffe richtig umgeht. Mit 20 erhielt er dann denn Ritterschlag, er musste allerdings genug Geld haben, um sich Waffen und Rüstung selbst zu kaufen. Das kostete so viel wie heute zwei teure Autos! Wer zu arm war, um sich das zu leisten, blieb ein Knappe.