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Das etwas andere Interview mit Dirk Ahner (Hui Buh Autor)

Dirk Ahner, Hui Buh Autor: "Mal ein Hörspiel zu schreiben, also eine Geschichte durch Dialoge, Musik und Toneffekte zu erzählen, war ein neues, aufregendes Terrain für mich. Ich war sofort begeistert, als Hilla mir von der Idee erzählte, neue Hörspiele für unser Lieblings-Schlossgespenst zu erschaffen."

Wie bist du zu Hui Buh gekommen?

Ich bin einer der Autoren des Hui-Buh-Teams. Während meines Studiums in München habe ich Drehbücher verfasst. So lernte ich Christian Becker, den Produzenten und Sebastian Niemann, den Regisseur kennen. Durch die beiden kam ich zu Hui Buh, denn sie hatten die Idee, aus den Hörspielen einen Film zu machen.

Als sie mich gefragt haben, ob ich dabei mitarbeiten will, war ich natürlich begeistert. Ich kenne Hui Buh noch aus meiner eigenen Kindheit. Hans Clarins unverwechselbare Stimme und die liebevoll-kauzigen Geschichten von Eberhard Alexander-Burgh haben mich lange begleitet.

Selbst mal ein Hörspiel zu schreiben, also eine Geschichte durch Dialoge, Musik und Toneffekte zu erzählen, war ein neues, aufregendes Terrain für mich. Ich war sofort begeistert, als Hilla mir von der Idee erzählte, neue Hörspiele für unser Lieblings-Schlossgespenst zu erschaffen. Inzwischen sind wir bei Folge zwölf angekommen und aus unserem Hui Buh-Team – den Leuten bei Sony, den Produzenten Christian und Simon, den Autoren Yasemin, Nesrin und Paul, den tollen Schauspielern und natürlich vor allem Hilla, der „Mama“ von Hui Buh – ist eine richtige kleine Familie geworden. Ich bin sehr stolz auf das, was wir geschafft haben und hoffe, dass wir noch lange weiterspuken dürfen!


Welche Frage würdest du dir stellen, wenn du ein Interview mit dir führen müsstest?

Gab es für dich schon mal einen Punkt an dem du gesagt hast: Jetzt passt alles, so muss es bleiben?

...und wie würde deine Antwort lauten?
Ja. Leider sind diese Momente so kurz und flüchtig, dass ich sie immer wieder neu suchen muss. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum ich als Autor arbeite. Der Job ist weiß Gott nicht immer einfach, aber es gibt diese kurzen Augenblicke, in denen er mich wirklich glücklich macht.

Angenommen, die Zeitmaschine von H.G. Wells würde tatsächlich existieren, in welche Zeit würdest du reisen und was würdest du dort machen?

Ich würde ins Mittelalter reisen und mir die Welt ansehen, die aus so viel Fanatismus, Aberglaube und Unwissenheit bestand. Danach würde ich zurückreisen und wahrscheinlich feststellen, dass sich in vielen Teilen der Welt - und in vielen Köpfen! - in den letzten tausend Jahren wenig geändert hat. Froh wäre ich aber auf jeden Fall über unsere moderne Medizin. Im Mittelalter möchte ich keine Zahnschmerzen haben!

Welche Dinge in deiner beruflichen Laufbahn bereust du?
Die Momente, in denen ich nicht auf mein Herz gehört habe und zu oft „Ja“ gesagt habe. Momente, in denen ich Chancen nicht entschlossen genug beim Schopf gepackt habe. Grundsätzlich bereue ich aber nicht viel. Ich bin überzeugt, dass wir vor allem durch unsere Fehler reifen.

Welche Dinge in deiner beruflichen Laufbahn möchtest du auf keinen Fall missen?
Als ich 1995 nach München kam, habe ich bei Filmhochschul-Filmen mitgeholfen. Da habe ich viele gute Freunde und Kollegen gefunden, mit denen ich heute noch eng verbunden bin. Mit zwei davon habe ich übrigens den Hui Buh-Film gemacht!

Ich lade dich in ein Restaurant ein, welche Art von Restaurant würdest du wählen und was isst du?
Italienisch! Ich liebe mediterranes Essen: Antipasti, Nudeln, Pizza, Fischgerichte… so, jetzt hab ich Hunger. Danke an den Erfinder dieses Interviews!

Du kannst einen Tag unsichtbar sein, was würdest du an diesem Tag machen?
Wahrscheinlich würde ich einfach nur durch die Stadt spazieren und den Leuten zuhören. Es gibt so viele interessante Geschichten auf der Welt.

Welche Person möchtest / hättest du gerne einmal treffen / getroffen?
In der Vergangenheit: Die Geschwister Scholl und die Gruppe der Weißen Rose, die als junge Studenten dem totalitären Nazi-Regime Widerstand geleistet haben und dafür mit ihrem Leben bezahlen mussten. In der Gegenwart: Steven Spielberg, dessen Filme meine Kindheit geprägt haben.

Was sagst du zu dieser Aussage: Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand (von Max Frisch).
Gibt es das überhaupt, die blanke und nackte Wahrheit? Wahrheit ist doch auch immer eine Frage des Standpunktes. Was die Kernaussage betrifft – wenn man den Leuten die absolute Wahrheit sagt, dann glauben sie sie nicht – kann ich nur bedingt zustimmen. Es gibt so viel Irrsinn auf der Welt, dass man inzwischen fast alles glaubt.

Wenn du ein Kinderbuch schreiben würdest, welches Thema hätte es?

Hab ich schon. Da geht’s um einen Jungen, der in ein mysteriöses Geheimnis schlittert und feststellt, dass in den Wäldern um sein Dorf herum etwas vor ihm verborgen wird. Er begibt sich auf die Suche und wird in eine große Verschwörung hinein gezogen. In dieser Geschichte habe ich viele Themen verarbeitet, die mich selbst als Kind fasziniert haben. Die Gemeinde, in der ich aufgewachsen bin, ist umgeben von dichten Wäldern. Die habe ich oft stundenlang erkundet und gehofft, auf irgendwelche geheimnisvollen Orte zu stoßen.

Sekt oder Selters?

Selters. Oder Bier. Sekt ist nicht so mein Ding.

Kind oder Kegeln?
Kind! Mein kleiner Sohn ist jetzt drei Jahre alt und es macht großen Spaß, mit ihm die Welt zu erkunden. Er ist übrigens großer Fan von Hui Buh!