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Geisterabenteuer

Von Jane, Frankfurt - Günderrodeschule

Es war um Mitternacht. Die Uhr hatte 12 geschlagen. Alles war dunkel, doch plötzlich hörte ich einen Schrei aus dem Nachbarhaus. Es wurde schön kühl im Raum, aber was war das bloß? Da ist ja etwas ganz Weißes! „He, he, he! Warte mal, du Bettlaken! Wer bist du überhaupt?“ rief ich. Ein Rascheln kam aus der Ecke des Raums. Da zeigte es sich. Es war ein Gespenst. Seine blutigen Augen hatten mich sehr überrascht. Man konnte seine Knochen sehen. Das sah echt gruselig aus.

Einen Moment passierte nichts. Aus dem Geistermund hingen Speichelfäden hinunter. Die Augen glotzten mich nur so an. Seit wann gab es Gespenster? Und was trieb ich dort um Mitternacht herum? Auf einmal wurden die Augen vom Gespenst größer. Es war so plötzlich, dass ich mit dem Kopf gegen die Wand geknallt bin und auf den Boden fiel. Auf den Boden? Nein! Der Boden löste sich auf und ein dunkler Strudel zog mich in sich.

Ich war wohl in einer anderen Dimension gelandet. Dort schwebten jede Menge Gesteinsbrocken herum. Aber wo war das Gespenst? Da! Ein Funken! Das Funken wurde immer größer und größer, bis es so groß war wie ein 8jähriges Kind. Das Funken war eigentlich ein kleines Gespenst und fragte: „Bist du auch ein Gespenst? Möchtest du mein Freund sein?“ Das Gespenst sah sehr freundlich aus. Ich rief: Aber ich bin doch überhaupt kein Gespenst, sondern ein Mensch!“ „ Oh, das heißt, wir keine Freunde werden können? Hey! Halt! Menschen sind hier unerhört! Ich muss dich beschützen, sonst wird dich ein Ungeheuer verschlingen!“ sagte das kleine Gespenst und führte mich zu einer Kapelle.

Auf dem Weg zur Kapelle fragte ich: „Um was für eine Kapelle handelt es sich überhaupt? Und wo bin ich?“ Das Gespenst sagte: „Du bist in der Hufnagelstraße und die Kapelle war einst die Günderrodeschule.“ Ich dachte: „Günderrodeschule? War ich denn nicht eine Schülerin dort? Das ist äußerst merkwürdig hier!“

Auf einmal sagte das kleine Gespenst: „Sag mal, kennst du den Feuergeist? Ich habe mit „Ungeheuer“ den gemeint!“ „Feuergeist? Ich verstehe nur Bahnhof! Wer ist dieser Feuerbubi?“ fragte ich. Da riss mich eine riesige Flamme aus den Gedanken. Eine Stimme brüllte: „ Wer hat zu mir Feuerbubi gesagt?“ Inzwischen hatte sich das kleine Gespenst in der Kapelle versteckt. Da platzte ich hinein und hockte mich blitzschnell hin. Ich flüsterte: „Ist er das? Er ist ja eher ein Feuergigant! Aber gibt es hier auch Wasser? Ich habe Durst und Hunger habe ich auch.“ Das Gespenst sagte: „Ja, es gibt hier Wasser! In der Gespensterquelle! Aber wenn ein Mensch davon trinkt, werden alle tot.“ Ich maulte: „ Alle? Aber ihr Gespenster seid doch schon tot, was soll das nützen?“ Das Gespenst sagte: „Pssst! Nicht so laut reden, sonst hört uns der Feuergeist!“ Doch es war zu spät und eine Flamme brachte die Kapelle zum Brennen. Und, Schwubs, waren wir alle auf und davon.

Aus war es aber noch nicht, weil der Feuergeist uns verfolgte. Ich rannte so schnell, dass ich schon zu weinen anfing. Das kleine Gespenst rief: “Zieh dir eine Sonnenbrille an und creme dich mit Sonnenöl ein! Der Feuergeist wird seine UV-Strahlen herab senden!“ Tja, ich hatte vor lauter Angst sogar meine Klamotten eingecremt. Wir rannten zur Gespensterquelle, schöpften Wasser und entfernten den Wassereimer vom Strick. Dann rannte ich auf den Feuergeist zu und schleuderte das Wasser auf ihn. Der Feuergeist löste sich auf.

Da sprang ich plötzlich aus dem Bett! Aus dem Bett? Und wieso stand da mein Bruder Marc? Das musste wohl alles ein Traum gewesen sein. Hey, da! Hinter Marc stand das kleine Gespenst und blinzelte mir zu. Also war ein Teil doch keine Traum! Ich war so glücklich! Tja, ich ging glücklich frühstücken und rannte glücklich zur Schule und kam auch glücklich wieder. Meine Hausaufgaben waren plötzlich einfach zu lösen und alle wunderten sich, warum ich so glücklich war.