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Phase 3

Im Studio

Das Produktionsgespräch: 

Bevor die Aufnahmen beginnen, organisiere ich  ein Produktionsgespräch mit den Autoren und dem Studio. Da besprechen wir dann, ob alle die Geschichte gleich verstanden haben, auch hier können nochmal über inhaltliche logische Unklarheiten gesprochen werden. Ziel ist es, dass unsere beiden Regisseure möglichst genau wissen, wie sich die Autoren ihre Geschichte als Hörspiel vorstellen. Auch tauschen wir uns über Ideen für die Sprecher aus – wenn es neue Rollen zu besetzen gibt. 
In einem Manuskript sind auch ganz viele Infos für die Regisseure reingeschrieben, also z.B: ob Hui Buh seinen beliebten "Huiii Buuuuh"-Ruf lustig, frech, ängstlich oder ärgerlich rufen soll. Oder ob die Figuren die miteinander sprechen gerade stehen, sitzen oder laufen. Denn je nachdem was sie gerade machen, müssen sie natürlich auch anders atmen und reden. Reden sie normal, flüstern sie oder rufen laut? 


Die Aufnahmen: 

Christian Hagitte und Simon Bertling: 
Wir sind die Regisseure und Komponisten der Hui Buh Hörspiele. 
Wir sind dann dran, wenn die Skripte mit den tollen Ideen schon geschrieben sind. Unsere Aufgabe ist es, Hui Buh zum Schreien, Laufen, Sprechen und Klingen zu bringen und die richtigen Geräusche und Musiken aufzunehmen. Am Schluß wird alles zusammen in einen Topf geschmissen und zusammengemischt und raus kommt - TATA - eine fertige Hui-Buh-CD!
 
Aber der Weg dorthin ist oft ganz schön schwierig. Wir müssen aus den Sprechern immer das letzte rauskitzeln, damit sie machen, was wir wollen. Also, wir kitzeln sie nicht wirklich, sondern feuern sie nur an, dass sie noch verrückter, noch lauter, noch witziger oder eben manchmal leiser und ruhiger klingen. 
 
Besonders viel Spaß haben wir beim Schreiben und Aufnehmen der Musik. 
Um da auf die passenden Einfälle zu kommen, sitzen wir ganz still im Studio und hören, wie zum Beispiel Hui Buh wieder ein dummes Mißgeschick passiert. Dazu denken wir uns eine lustige Musik aus, drucken die Noten aus und nehmen sie mit zu unseren Orchesteraufnahmen. 
Das ist dann ganz schön aufregend, denn die Musiker haben die Noten vorher noch gar nicht gesehen und müssen erstmal gemeinsam proben. Christian steht dann vor ihnen und erklärt, wie sie das spielen sollen. Manchmal muss er dann auch noch Noten korrigieren, die im Eifer des Gefechts falsch ausgedruckt wurden. Er erzählt den Musikern häufig auch die Situationen, die gerade musikalisch untermalt werden sollen, also bei der Hui-Buh-Szene zum Beispiel, dass das jetzt peinlich klingen soll. Christian hebt den Taktstock und los gehts! 
 
Simon sitzt im Nebenraum unter den Kopfhörern und überwacht, dass alles gut klingt und muss genau hinhören, ob sich Nebengeräusche einschleichen. Er spricht sich die ganze Zeit über ein Mikrofon mit Christian ab. Das ganze wird im Computer aufgenommen, da müssen dann alle Spuren beschriftet werden, damit man hinter noch alles wiederfindet und das Chaos nicht allzu groß wird.
 
Am Ende des Tages sind alle müde, aber glücklich und die Aufnahmen werden dann an die Stelle im Hörspiel eingefügt und - SCHWUPS - klingt Hui Buhs Auftritt noch peinlicher als zuvor. :)