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Schloss Rabenmut

Christoph Maria Herbst liest "Schloss Rabenmut" von Colin und Jayke. Unsere Gewinnergeschichte aus "Hui Buh sucht das gruseligste Grauen"

Endlich Ferien! Nun ging es endlich los ins Schloss Rabenmut. Eigentlich wollten wir das Schloss nur besichtigen, doch was dann passiert ist, glaubt mir bestimmt keiner.

Meine Eltern haben das Auto auf dem Parkplatz abgestellt und wir haben uns schon gewundert, denn dort stand nicht ein Auto, kein Mensch, kein Tier, nichts. Meine Schwester Jule und ich, ich heiße übrigens Tim, sind das erste Mal und auch das letzte Mal in diesem Schloss gewesen, oder?

Wir waren ganz alleine dort und schauten uns alles an. Doch dann entdeckte ich ein Schild vor einer schweren Türe, darauf stand RAUM DES NICHTS. „Ach“, dachte ich, „da gehe ich rein und schaue mich um.“ Jule und meine Eltern wollten nicht hinein, die Türe sah alt und rostig aus und ließ sich nicht öffnen, doch ich wollte unbedingt rein.

Meine Familie war schon weitergegangen, als ich „Tim, Tim komm rein!“ hörte. Es war eine gruselige, hohle Stimme. Ich rüttelte an der Türe und mit einem lauten Knarzen ging sie auf… Ich schaute mich um und sah… nichts, einfach gar nichts in diesem Raum! „Hm…“, dachte ich und ging wieder raus. Komisch, alles war so dunkel und so still. Nein, ein Auto, ich hörte ein Auto! Ich lief an eines der vielen kleinen Fenster und sah, wie meine Familie lachend wegfuhr, ohne mich!!! Ich habe geschrien, doch sie waren weg. Was sollte ich denn jetzt machen?

Ich ging an dem RAUM DES NICHTS vorbei und, ja, ich hörte leise Musik und Lachen: „Haha, das war wohl nur ein Traum“, dachte ich und ging hinein. Doch es war keine Traum: An der Decke des Raums schwebte ein kopfloses Skelett und rasselte mit einer rostigen Kette. Der Kopf lag auf dem Tisch und sang mit einem böse guckenden Gespenst. Ich war entdeckt worden. „Oh nein!“, schrie ich und rannte weg! Erst jetzt sah ich, dass überall Gespenster saßen und lagen und Skelette schwebten auch umher, einige mit, einige ohne Kopf.

Ich knallte die Türe zu und wollte weglaufen, doch da hörte ich „Bitte komm und rette uns, Tim!“ Es war schauerlich. „Nein, da gehe ich nie wieder rein, oder doch…? Was soll ich nur tun, ganz alleine?“, dachte ich. „Tim… bitte…“ Okay, ich musste da rein, jemand brauchte wohl meine Hilfe. Ich nahm all meinen Mut zusammen und öffnete die Türe. Alle Gespenster schwebten ganz still im RAUM DES NICHTS, keiner sagte etwas. „Wer seid ihr?“, fragte ich und mir wurde es ganz kalt und ich bekam eine Gänsehaut.

Da erzählten die Gespenster mir die ganze Geschichte: Vor 1783 Jahren, als Graf Motzlaf noch hier auf dem Schloss wohnte, wollte der Graf das Schloss für ganz viel Geld verkaufen und das Land verlassen, um böse Geschäfte zu machen. Aber niemand wollte das Schloss kaufen, weil es dort spukte. Alle Käufer hatten Angst und liefen laut schreiend davon. Da rief der Graf den Zauberer Munkebeil herbei, der diesen Raum in einen RAUM DES NICHTS verwandelte. Er legte einen Zauber auf diesen Raum, so dass niemand jemals sehen konnte, was sich dort in diesem Raum befand. Dann wurden alle Gespenster und Skelette in den Raum gesperrt. Als der nächste Käufer kam und diesen Raum sah, sah er natürlich nichts und wollte auch nicht länger in diesem Raum sein. Das Schloss wurde an diesen Käufer verkauft und der Raum vergessen.

„Aber warum habe ich diesen Raum entdeckt?“, das konnte ich mir nicht erklären.
Ein ganz kleiner Geist, der Putigurt hieß, überlegte lange und fragte viel, um es heraus zu bekommen und das war die Lösung: Die Zahl 1783. Vor 1783 Jahren wurden alle in den Raum gesperrt und ich hatte am 1.7.83 Geburtstag!

Ich wurde zum Retter dieser Gruselgestalten: „Ja!“, schrie ich auf, „natürlich, RAUM DES NICHTS, da muss etwas rein!“ Ich holte Bilder, einen Tisch, einen Stuhl, einen alten Teppich und nun war es ein Raum wie jeder andere auch. Plötzlich gab es einen lauten Knall, um mich herum drehte sich alles und ich sah, wie alle Gespenster durch die Türe hinaus flogen und die Skelette raus stolperten! Putigurt flog genau durch mich durch, es war nicht kalt oder gruselig, es war so, als würde ich an einen ganz guten Freund denken. Dann bin ich hingefallen…

„Tim, was ist los mit dir?“, hörte ich meine Mutter reden und da sah ich meine ganze Familie. War das ein Traum? Ich war gar nicht alleine, meine Eltern waren ja doch da, dann sind sie doch nicht ohne mich weggefahren!

Nun mussten wir aber zurück nach Hause, denn es war schon spät. An der Wand sah ich ein Bild von einem Jungen, der war ungefähr so alt wie ich. Ich las, was unter dem Bild stand: „Putigurt, Graf von Rabenmut.“ „WAS?“, dachte ich, Putigurt, so hieß doch das kleine Gespenst! War es doch kein Traum? Auf dem Bild hatte der Junge Putigurt eine Kette mit einem goldenen Anhänger in Form eines Schwertes um den Hals. Und genau dieses Schwert mit Kette fand ich in meiner Hosentasche. Das alles ist wirklich passiert, es war wirklich kein Traum!

„Komm, Tim, die machen gleich zu“, hörte ich meinen Vater sagen. Erst, als ich im Auto saß, wusste ich, dass das alles wirklich passiert ist, denn oben auf dem Turm sah ich das kleine Gespenst Putigurt, das lächelte und mir ganz lange nachgewinkte - so lange, bis wir das Schloss nicht mehr sehen konnten.

Na, wo ich wohl am 1.7. meinen Geburtstag feiern werde… Na klar doch, bei meinen neuen Freunden und bei Putigurt!

Die Geschichte

zum Anhören

Christoph Maria Herbst liest "Schloss Rabenmut" von Colin und Jayke.
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