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Mein Traumfänger

Von Fabian aus Ahnsbeck

Eigentlich fing alles mit einem Traumfänger an, den mein Opa mir aus Amerika mitbrachte. Er gab ihn mir zu meinen 8. Geburtstag und sagte zu mir, dass er diesen Traumfänger selber gemacht hat und ein Medizin-Mann von einem Indianerstamm ihn gesegnet hat. „Dieser Traumfänger wird von nun ab über dich und deine Eltern wachen.“

Seit diesem Tage hängt dieser Traumfänger über meinem Bett. Ich sah einen Krankenwagen aus unserer Straße fahren und sofort hatte ich ein komisches Gefühl ich sagte zu Henrik, dass ich los müsste und gab Gas. Völlig aus der Puste kam ich zu Hause an, mein Vater stand noch wie versteinert in der Eingangstür und starrte ins Leere. Ich schrie ihn an, was los sei und da er nicht reagierte lief ich ins Haus und rief nach meiner Mutti. Aber ich bekam keine Antwort, jetzt erst sah ich das viele Blut auf dem Fußboden am Ende der Treppe, am Schrank und auch an der Wand. Ich fing an zu zittern, mittlerweile hatte sich Papa umgedreht und nahm mich in den Arm. Ich frage was los sei und er sagte mir dann, Mama ist die Treppe runtergefallen und ist mit den Kopf gegen die Kante des Eichenschranks geschlagen, dadurch hat sie sich die Schädelplatte gebrochen. Er brach ab und ich weinte und weinte und weinte und plötzlich war ich wach.

Verschlafen mit meinen verweinten Augen sah ich mich in meinem Zimmer um. Was ist los, habe ich geträumt? Ich schaute zu allen Seiten. Der Wecker zeigte kurz nach sieben und über mir schwankte leicht mein Traumfänger. Unten hörte ich es rumoren, so schnell war ich noch nie auf den Beinen. Ich hüpfte aus dem Bett und lief die Treppe hinunter. Da standen meine Mama und mein Papa und machten das Frühstück. Ich war riesig glücklich und meine Mutti fragte mich, warum ich so früh wach bin und warum ich geweint hätte. Ich sagte „Es war nur ein böser Traum“, und bat meinen Papa, den Schrank am Ende der Treppe zu verschieben. Sie schauten mich zwar etwas verständnislos an aber mein Papa machte es dann.

Knappe zwei Wochen später kam ich von der Schule nach Hause. Als ich in unsere Straße einbog, hatte ich so ein komisches Gefühl. Ich sagte zu Henrik, dass ich mich beeilen müsste und lief los. Also ich in die Hofeinfahrt einbog, sah ich schon den Krankenwagen. Mir rutschte sofort das Herz in die Hose. Ich rannte zur Tür, die offen stand. Am Ende der Treppe saß meine Mutti mit einem Eisbeutel auf dem Kopf und eine Ärztin. Beide lachten, und meine Mutti sagte „Gut das der Schrank nicht mehr da steht, dass hätte böse enden können!“